Der zweite Tag:

Pünktlich um 7:10 Uhr klingelt der Wecker meines Handys und die Kinder werden auch wach, was ich so mitbekomme. Nur, im Haus ist es noch so verdächtig ruhig. Francis wird doch nicht verschlafen haben? Nachdem ich dann so richtig wach bin, stelle ich dann fest, daß wir uns selbst hereingelegt haben. Da die Schotten keine Sommerzeit kennen und wir zwar die Armbanduhren, nicht aber Handy und Wecker umgestellt haben, ist es in Wirklichkeit noch eine Stunde früher. Was solls... Wir sehen noch ein bisschen Fern und dann wird schon alles werden.

Das Frühstück ist reichhaltig wie immer. Cornflakes in verschiedenen Sorten, Toast, Marmelade und dann der warme Teil mit Würstchen, Spiegelei auf Toast, Bohnen in Soße, Pilze und gebratener Speck. Dazu wahlweise Kaffee, Tee oder Kakao. Wer will, kann dann bei Toast und Marmelade weiter machen. Die Kinder stellen für sich fest, daß sie morgen lieber bei Cornflakes und Toast bleiben.

Heute werden wir nach Edinburgh fahren.

Unterhalb des Castle gibt es einen großen Parkplatz und von dort geht es in die Stadt zum shoppen und/oder durch den Park auf einem steilen Pfad hoch zum Schloss. Vom Park aus hat man eine gute Gelegenheit das komplette Edinburgh Castle zu fotografieren. Der andere Weg führt vorbei an vielen Geschäften durch die Altstadt hoch zum Castle.

Wir beschließen erst einmal zu shoppen und Julia wollte nach dem Frühstück, daß doch nicht so ganz ihr Geschmack war den Mc. Doof aufsuchen. Sie hat sich zwar bei Francis nicht so recht getraut zu sprechen, aber wenn es ums Essen geht, da kennt sie keinen Spass. Da die Auswahl die gleiche ist wie bei uns, drücke ich ihr Geld in die Hand und sag: "mach mal". Sabrina und ich beobachten sie aus der Ferne und stellen fest, daß sie sich ganz gut aus der Affäre zieht. Mit einer Junior-Tüte als Beute kommt Sie stolz zu uns zurück.

Durch den Park gehen wir den Steilpfad hoch zum Schloss und schießen noch einige schöne Bilder. Der erste Besuch gilt der Whisky-Herriatge. Dank Head-Set wird das ganze für die beiden Mädels ins Deutsche übersetzt. Wer nach Schottland kommt sollte schließlich wissen wie Whisky gemacht wird. Wir erfahren viel über Single Malt, Blended Whisky, Green Whisky und Geschichte der Brennerei in Schottland. Insgesamt werden vier Stationen durchlaufen. Ein Film, eine Vorführung, ein Pub-Besuch und einer Art Geisterbahnfahrt die einen sehr abwechslungsreich gestalteten Weg durch die Geschichte von "Schottland und Whisky" fährt. Der Eintrittspreis sollte niemanden davon abschrecken. Er ist ohnehin ein nicht unwichtiger Faktor bei einem Schottland-Aufenthalt wenn man etwas sehen möchte, aber man gewöhnt sich daran.

Nach gut 1 1/2 Stunden machen wir uns auf den Weg zum Edinburgh Castle. Gerade rechtzeitig genug um ein wenig das Schloss zu erkunden und einen guten Platz für den 13:00 Uhr-Salut zu suchen. Ich empfehle den Platz oberhalb, dort wo die größte Kanone Schottlands steht "Mons Meg" und die Kapelle  "St. Margaret's Chapel" erbaut wurde. Wir haben einen herrlichen Blick über Edinburgh. Die Kameras sind schussbereit und das Bild beim Knall geht wie üblich in Richtung Himmel. ;-) Es bleibt aber noch genug Zeit den Pulverdampf und die Lafette zu fotografieren. Der Besuch des "War-Museum", eine sehr gute Vorführung in der "Great Hall" und eine Besichtigung vom Rest des Castle runden unseren Besuch dort ab. Wer will kann auch eine Führung (im Preis inbegriffen) machen, ist dann aber auf seine Englischkenntnisse angewiesen.

Royal Mile... Das ist der Weg vom Castle zum Holyrood Palace.  Er soll als Abschluß von Edinburgh unser letztes Ziel sein. Viele alte Häuser und viele kleine Läden zum Stöbern lassen uns die Zeit nicht langweilig werden. Es gibt einiges interessantes zu entdecken und nach einem Kakao in einem kleinen Kaffee beschließen wir als Abschluß wieder in die Four Mary's nach Linglithgow zu fahren. Bis zum Holyrood Palace haben wir es nicht geschafft, aber mein letzter Besuch in Edinburgh hat diesen Ort auch nicht als besonders sehenswert eingestuft. Schon gar nicht mit Kindern. Die Straße mit Ihren Sehenswürdigkeiten und vielen kleinen Geschäften, ja... 


20.10.2001 Herbert Framke Startseite                                  
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